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Hallo Sie, Du, Ihr,

wer auch immer hier

verirrt,

verwirrt,

verewigt

sich hat,

grüßt alles

von dem,

was hier ist!

11.08.2011 Schoßgebete

Frisch am 10.08.2011 um null Uhr fliegt das neue Buch "Schoßgebete" von Charlotte Roche in meinen Kindle und ich habe natürlich nix anderes zu tun, als mich in den kommenden Stunden mit detaillierten Eheproblemen - ausnahmsweise mal nicht mit meinen eigenen - auseinanderzusetzen, daher:

 

Liebe Charlotte,

ich will nichts von Dir lesen, Dein Leben interessiert mich einen Scheissdreck, 'schuldigung. Ich will etwas über von Dir geschaffene Figuren lesen und nicht, dass Deine Mama und Alice Schwartzer schuld an diversen Problemen Deines Lebens sind. Echt nicht! Ich will ne Analfissur und keine Biographie! Aemulatio des Ekels ist das, was Dich auszeichnet und nicht grauen Familienalltag, bzw. das Grauen des Familienalltags, dafür bist Du sprachlich einfach nicht gut genug! Hättest Du das wiederum über extreme Figuren gemacht, wäre das gut geworden, aber nicht so. Ich will Helen und Robin und nicht Georg und Frau Drescher. Menno, Charlotte, das kannst Du doch besser! Du musst Dich nur wieder trauen!

06.08.2011 Axolotl Roadkill

203 Mal!

203 Mal kommt das Wort "Scheiße" oder seine Formen in Axolotl Roadkill von Helene Hegemann vor. Bei 220 Seiten also auf nahezu jeder Seite. Das ist beschissen viel. Ich meine, seit Charlotte Roche sind wir ja alle leidensfähig geworden, aber 203 Mal "Scheiße" auf 220 Seiten, Helene: Respekt! Das kann Charlotte nicht! Das klappt auch mit copy & paste nicht so leicht. Sei's drum. An "Kotze mit Rotwein trinken" hast Du es aber nicht geschafft, Helene und ne Pizza mit dir ist sicher auch leckerer, also übe noch ein bisschen, dann wird es nächstes Mal auch "scheisse" authentisch!

01.08.2011 American Psycho

Einen Menschen ausschließlich über Marken zu definieren, danach zu klassifizieren und entsprechend zu ermorden  - klingt spannend, könnte es auch sein, wenn es vielleicht Gottfried Keller geschrieben hätte, nicht aber Bret Easton Ellis.

Das Thema rein über die histoire-Ebene zu realisieren, macht den Roman nutzlos. Die Gewalt- und Sexualdarstellungen sind weder äußerst gewagt, noch neu. Der Roman zieht sich in einer Werbetirade, sich immer wiederholender Klassifizierungen, die die Figuren selbst und insbesondere das erzählende Ich farblos und konstruiert erscheinen lassen. Einzig ein gezeichneter Plan über den Verlauf des Dreiers hätte vielleicht eine musische Note.